Archive for the ‘Charlie Hebdo’ Category

Charlie Hebdo Wikipedia

Charlie Hebdo [ali bdo] ist eine franzsische Satirezeitschrift. Sie wurde zunchst von 1970 bis 1981 publiziert und erscheint seit 1992 wieder mit einer regulren, wchentlichen Druckauflage von rund 60.000 Exemplaren in Paris. Der Name Charlie stammt von der Comicfigur Charlie Brown von den Peanuts und verweist auf die Ursprnge der Zeitschrift im Bereich der Comic-Magazine bzw. Prsident Charles de Gaulle,[3] Hebdo ist die im Franzsischen gelufige Abkrzung fr hebdomadaire (deutsch: Wochenzeitschrift, Wochenblatt).[4]

Charlie Hebdo wird in bereinstimmung mit ihrem Selbstverstndnis[5] dem politisch linken Spektrum zugeordnet.[6] Eine anfnglich linksradikale Orientierung wurde aufgegeben und man bewegte sich bei vielen Themen in die politische Mitte. Der das Profil prgende, scharfe Laizismus[7] und Antiklerikalismus wurde beibehalten.[8] Die Zeitschrift wurde unzhlige Male zumeist erfolglos von rechtsextremen Politikern, Journalisten und religisen Organisationen verklagt.[9]

Bei einem Terroranschlag auf das Redaktionsbro von Charlie Hebdo am 7. Januar 2015 wurden zwlf Menschen, darunter fnf prominente Karikaturisten aus dem Redaktionsteam der Zeitschrift, einschlielich des Herausgebers,[10] und somit ein Groteil der Redaktion ermordet.[11]

Die Vorgngerzeitschrift von Charlie Hebdo, das Wochenmagazin Lhebdo Hara-Kiri, ging 1969 aus dem seit 1960 monatlich erscheinenden Anarchomagazin Hara-Kiri hervor, das zeitweilig verboten war; einer der Grnder war Franois Cavanna. 1986 wurde das Monatsmagazin Hara-Kiri aus Mangel an Lesern eingestellt. Nachdem 1970 die parallel zu Hara-Kiri erscheinende, wchentliche Ausgabe Lhebdo Hara-Kiri verboten wurde, grndeten die ursprnglichen Mitarbeiter von Hara-Kiri das Wochenmagazin Charlie Hebdo, dessen Name an das Monatsmagazin Charlie mensuel angelehnt war.[1][12]

Wegen fehlender Finanzierung wurde die wchentliche Ausgabe 1981 nach dem Erscheinen der Nummer 580 eingestellt.[13]

1992 wurde die Redaktion von Charlie Hebdo von einigen ehemaligen Mitarbeitern wiederbelebt und die Satirezeitschrift nach Le Canard enchan bald die zweitbedeutendste in Frankreich.[14] Die linke Satirezeitung zeigte dabei zunchst ein kritisches und radikales Profil, die Auflage erreichte teilweise bis zu 90.000 Exemplare. 1995 initiierte man eine Petition zum Verbot des Front National, die insgesamt 150.000 Menschen unterschrieben. Im selben Jahr wurden die rechtskonservativen, katholischen Abtreibungsgegner der commandos anti-IVG (Kommandos gegen freiwilligen Schwangerschaftsabbruch) zur Zielscheibe des ehemaligen Chefredakteurs Philippe Val. Er kndigte an, seinerseits Anti-Gott-Kommandos aufzustellen. Im Anschluss an eine Fernsehsendung, in der er dies uerte, wurde er verprgelt.[15]

Ende der 1990er Jahre folgte ein Streit ber die Ausrichtung des Magazins, der 1999 eskalierte. Anlass waren die Annherung eines Teils der Redaktion unter Fhrung von Philippe Val an die franzsischen Grnen und deren damaligen Spitzenkandidaten fr die Europawahl 1999, Daniel Cohn-Bendit, und Vals positive Haltung zum Kosovokrieg. Als Folge verlieen zwei profilierte Redakteure die Zeitung, die Auflage fiel in dieser Zeit von 70.000 auf unter 60.000 Exemplare. Ein im Frhjahr von Val durchgefhrter Relaunch reduzierte schlielich den Textanteil zugunsten der Zeichnungen und setzte den Weg in die politische Mitte fort.[15]

Charlie Hebdo gehrte 2006 zu den wenigen Zeitschriften, welche die Mohammed-Karikaturen aus der dnischen Jyllands-Posten nachdruckten, erweitert um eigene Karikaturen ber Muslime. Das Redaktionsgebude wurde daraufhin von der Gendarmerie bewacht. Der Dachverband franzsischer Muslime Conseil franais du culte musulman (CFCM) reichte Klage gegen Charlie Hebdo ein. 2007 sprach das zustndige Pariser Gericht die Zeitschrift vom Vorwurf der Beleidigung frei.

Am 1. Mrz 2006 verffentlichte Charlie Hebdo das Manifest der 12, in dem sich zwlf berwiegend aus dem islamischen Kulturkreis stammende Intellektuelle gegen den Islamismus als neue, weltweite, totalitre Bedrohung aussprachen. Zu den Unterzeichnern gehrte neben Ayaan Hirsi Ali, Salman Rushdie und neun weiteren Personen auch der damalige Directeur von Redaktion und Verlag Philippe Val.

2008 wurde der Zeichner und Kolumnist Maurice Albert Sinet (Sin) entlassen. Er hatte gegen Jean Sarkozy und mittelbar auch dessen Verlobte Jessica Sebaoun polemisiert, wodurch Charlie Hebdo u.a. durch LICRA Anschuldigungen des angeblichen Antisemitismus ausgesetzt war. Sinet verweigerte daraufhin die von Philippe Val eingeforderte ffentliche Entschuldigung. Spter wurden ihm wegen seiner Entlassung gerichtlich 90.000 Euro Entschdigung von Charlie Hebdo zugesprochen. Auch den Antisemitismus-Prozess gegen die LICRA gewann er.[16][17][18]

2010 gewann das Blatt einen Rechtsstreit gegen die ultrakonservative, katholische Organisation Allgemeine Allianz gegen Rassismus und fr Respekt der franzsischen und christlichen Identitt (Agrif). Diese hatte geklagt, weil in einem Artikel zum Papstbesuch in Frankreich 2008 das Jesuswort Lasset die Kinder zu mir kommen in einen pdophilen Kontext gerckt worden sei.[19][20] Die katholische Kirche fhrte insgesamt bereits 14 Prozesse gegen die Zeitung, die sie alle verlor.[21]

Am 2. November 2011 wurde auf die erst im April 2011 neu bezogenen Redaktionsrume des Magazins am Boulevard Davout in Paris ein Brandanschlag verbt. Der Anschlag stand Medienberichten zufolge in Verbindung mit dem Abdruck einer Karikatur Mohammeds auf der Titelseite der aktuellen Ausgabe.[22][23] Zudem wurde die Internetseite des Satiremagazins gehackt. Statt der Titelseite der damals neuen Ausgabe war dort einige Stunden lang ein Bild der Moschee im saudi-arabischen Pilgerort Mekka whrend der Haddsch zu sehen, mit der in trkischer und englischer Sprache verfassten Botschaft: Unter dem Deckmantel der Pressefreiheit greift ihr mit euren gehssigen Karikaturen den groen Propheten des Islam an. Der Fluch Gottes soll euch treffen. Wir werden in der virtuellen Welt euer Fluch sein. Es gibt keinen Gott auer Allah und Mohammed ist sein Prophet.[24] Eine trkische Hackergruppe, die sich Aknclar (Sturmreiter des Osmanischen Reichs) nennt, sandte ein Bekennerschreiben[25] an die franzsische Wochenzeitung Nouvel Observateur, gab aber an, mit dem Brandanschlag nichts zu tun zu haben.[26]

Der unter seinem Knstlernamen Charb auftretende Chefredakteur Stphane Charbonnier sprach auch von Droh-Mails vor dem Erscheinungstermin, die die Redaktion erhalten habe. Man hatte aufgrund des Erfolges der Islamisten (Ennahda) bei den ersten freien Wahlen in Tunesien (23. Oktober 2011) ein Sonderheft angekndigt: In Anspielung auf die Scharia wurde es Charia Hebdo genannt, als Gast-Chefredakteur war scherzhaft Mohammed auserkoren und von dem Zeichner Luz als Karikatur auf der Titelseite abgebildet worden mit den Worten: 100 coups de fouet, si vous ntes pas morts de rire! (100 Peitschenhiebe, wenn Sie sich nicht totlachen!). Der Chefredakteur betonte, dass niemand das Scharia-Sonderheft vor dem Brandanschlag gelesen haben konnte, da es erst Stunden spter in den Handel kam, doch war die Titelseite schon zuvor im Internet sichtbar. Charbonnier bat nach dem Anschlag in einem Video vor den Trmmern um finanzielle Untersttzung.[27] Publizistisch antwortete Charlie Hebdo mit einer auf den Titel der folgenden Ausgabe gesetzten Karikatur des Zeichners Luz, die einen Moslem mit Takke und einen Karikaturisten der Zeitung mit Charlie Hebdo-T-Shirt bei einem Zungenkuss unter der Titelzeile Lamour plus fort que la haine (Die Liebe ist strker als der Hass) zeigte.

Bei dem Anschlag wurde niemand verletzt, doch der durch Brand und Lscharbeiten entstandene Schaden war betrchtlich: Brorume auf zwei Stockwerken, smtliches Equipment, das Layout- und das Computer-System wurden komplett zerstrt, die Website ging offline. Die Zeitung Libration zeigte sich solidarisch, stellte der Redaktion von Charlie Hebdo ihre Rumlichkeiten zur Verfgung und widmete dem Magazin eine Spezialausgabe. Die Hackergruppe Akincilar drohte Libration daraufhin mit weiteren Cyberattacken.[28] Der belgische Internetprovider Host Bluevision wollte die Website wegen der Morddrohungen nicht mehr online stellen.[29] Auch die Facebookseite der Zeitschrift wurde nach zahlreichen Drohungen aus dem radikalislamischen Umfeld mit der Begrndung, Charlie Hebdo sei keine Person, vom Netz genommen.[30] Die Redaktion von Charlie Hebdo arbeitete etwa zwei Monate lang unter dem Dach der Libration und zog dann in ein Gebude in der Rue Serpollet in Paris.

Die franzsische ffentlichkeit reagierte mit einer groen Welle der Solidaritt. Presseverbnde, der Dachverband der franzsischen Muslime CFCM und Politiker verurteilten den Anschlag. Der Prsident des CFCM, Mohammed Moussaoui, kommentierte die Anschlge: Wenn es sich um einen kriminellen Anschlag handelt, verurteilen wir diesen entschieden, und stellte weiter fest, dass die Tatsache, den Propheten zu karikieren, eine Beleidigung fr die Muslime darstelle. Die Karikaturen von Charlie Hebdo htten fr ihn aber keine vergleichbare Bedeutung mit den Karikaturen von 2006.[31] Der Premierminister Franois Fillon verurteilte in einem Kommuniqu noch am selben Tag den Angriff auf die Meinungsfreiheit.

Am 19. September 2012 verffentlichte Charlie Hebdo neue Mohammed-Karikaturen. Die Karikaturen erschienen zu einem Zeitpunkt, als die Stimmung in muslimischen Lndern aufgeheizt war. Im Internet kursierende Ausschnitte aus dem islamfeindlichen Film Innocence of Muslims hatten in den Tagen zuvor wtende und blutige Proteste in den islamischen Lndern Libyen, Tunesien, Sudan und dem Jemen sowie auch in Frankreich ausgelst, begleitet von einem bewaffneten Angriff auf das US-Konsulat in Bengasi (Libyen) am 11. September 2012. Bei den Protesten und dem Angriff wurden mindestens 15 Menschen gettet, darunter der US-Botschafter in Libyen, J. Christopher Stevens, und drei weitere Mitarbeiter der Botschaft.

Das Magazin verteidigte die Verffentlichung der Karikaturen am Tag zuvor und verwies auf die Rede- und Pressefreiheit. Der Chefredakteur Stphane Charbonnier sagte, sie seien nicht provozierender als gewhnlich, und betonte, dass in einer Demokratie auch Satire ber Religionen mglich sein msse. Der Radiosender France Inter zitierte Charbonnier: Wir verffentlichen Karikaturen ber jeden und alles jede Woche. Wenn es aber um den Propheten geht, wird es Provokation genannt. Erst darf man nicht Mohammed zeichnen, dann nicht mehr einen radikalen Muslim, und jedes Mal wird es heien: Das ist eine Provokation fr einen Muslim. Ist die Pressefreiheit eine Provokation? Ich rufe strengglubige Muslime ebenso wenig auf, Charlie Hebdo zu lesen, wie ich in eine Moschee gehe, um einen Diskurs anzuhren, der meinen berzeugungen widerspricht. Wir halten uns an die Gesetze der Republik und des Rechtsstaats.[32][33] Die Zeichnungen wrden nur diejenigen schockieren, die schockiert sein wollen.

Die Polizei ergriff Manahmen zum Schutz der Redaktionsrume. Wegen befrchteter terroristischer Ausschreitungen durch islamistische Radikale beschloss die franzsische Regierung, etwa 20 franzsische Einrichtungen (Konsulate, Kulturcenter, internationale Schulen und einige Botschaften) zu schlieen.[34] Die franzsische Regierung kritisierte Charlie Hebdo fr den Zeitpunkt der Verffentlichung der Karikaturen. Die Opposition forderte jedoch mehrheitlich, sich nicht von Drohungen einschchtern zu lassen und erpressbar zu machen. So verlangte z.B. der ehemalige franzsische Premierminister Franois Fillon, man drfe in diesem Feld nicht nachgeben.[33]

In Deutschland forderten zugleich Vertreter der CSU, darunter Johannes Singhammer und Horst Seehofer, die Verschrfung des 166 StGB (Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen);[35] die Forderung wurde vom Bamberger Erzbischof Ludwig Schick untersttzt, von muslimischen Verbnden, der evangelischen Kirche und Bundeskanzlerin Angela Merkel hingegen abgelehnt.[35][36][37]

Am 2. Januar 2013 verffentlichte Charlie Hebdo eine Comic-Biographie von Mohammed (La Vie De Mahomet).[38] Die iranische Regierung protestierte dagegen und nannte die Verffentlichung im Voraus eine religise Beleidigung[39] beziehungsweise nach dem Erscheinen Teil einer zionistischen Islamophobie-Kampagne.[40] Anfang Mrz 2013 wurde Charbonnier als eine von zehn Persnlichkeiten tot oder lebendig wegen Verbrechen gegen den Islam in dem dem Al-Qaida-Zweig AQAP zugeschriebenen Magazin Inspire zur Fahndung ausgeschrieben unter den Slogans Eine Kugel am Tag schtzt vor Unglubigen und Verteidigt den Propheten Mohammed, Friede sei mit ihm.[41]

Am 7. Januar 2015 wurde whrend der wchentlichen Redaktionskonferenz ein islamistisch motivierter Terroranschlag auf die Mitarbeiter von Charlie Hebdo verbt, bei dem zwei maskierte Mnner in die Redaktionsrume in der Rue Nicolas-Appert, mitten im Zentrum von Paris, eindrangen und mit Sturmgewehren zwlf Menschen erschossen, darunter den Herausgeber und Zeichner Stphane Charbonnier (Charb), die Zeichner Jean Cabut (Cabu), Bernard Verlhac (Tignous), Philippe Honor und Georges Wolinski, den Journalisten und Mitinhaber des Blattes Bernard Maris (Oncle Bernard), als einzige Frau die jdische Kolumnistin Elsa Cayat, den Lektor Mustapha Ourrad sowie zwei Polizisten.[42] Mindestens 20 weitere Personen wurden verletzt, einige davon schwer.[43] Whrend der Tat riefen die Tter Parolen wie Allahu akbar (Gott ist am grten) und On a veng le prophte! (Wir haben den Propheten gercht).[44][45][6] Die beiden Tter wurden noch whrend ihrer drei Tage andauernden Flucht als die Brder Chrif und Sad Kouachi identifiziert. Am 9. Januar 2015 verschanzten sie sich schlielich in Dammartin-en-Gole nordstlich von Paris in einer Druckerei.

In Verbindung mit dem Anschlag erschoss der polizeibekannte Kleinkriminelle und Dschihadist, Amedy Coulibaly, am 8. Januar eine Polizistin und verletzte einen Straenreiniger schwer. Am Tag darauf berfiel er dann gezielt wegen der Juden einen jdischen Supermarkt im Osten von Paris und nahm dort mehrere Geiseln, von denen er vier whrend der Geiselnahme erschoss.[46][47] Er forderte freien Abzug fr die Kouachi-Brder.[48] Coulibaly besttigte einem Fernsehsender gegenber, dass er sich mit den Kouachi-Brdern fr den Anfang dieser Operationen abgesprochen htte und er fr den Islamischen Staat (IS) kmpfe.[49][46] Bei der koordinierten Erstrmung der beiden Schaupltze am frhen Abend durch die Polizei wurden alle drei Attentter gettet.[47]

Nach dem Anschlag kam es noch am selben Abend und an den darauf folgenden Tagen in zahlreichen franzsischen und anderen europischen Stdten zu spontanen Solidarittskundgebungen. Allein in Paris demonstrierten am Abend des 7. Januar etwa 35.000 Menschen; viele zeigten Kerzen oder Stifte und Plakate mit der Aufschrift Je suis Charlie (Ich bin Charlie). Dieser Ausspruch war zuvor von Redaktionsmitgliedern auf der Internetseite von Charlie Hebdo in mehreren Sprachen verffentlicht worden.[50] Auch am 9.Januar versammelten sich Menschen zu Solidarittskundgebungen; diesmal etwa 700.000 in ganz Frankreich.[51] Am 11. Januar beteiligten sich im Land schlielich mindestens 3,7 Millionen Menschen an Trauermrschen, davon etwa 1,2 bis 1,6 Millionen am zentralen Trauermarsch in Paris. Ebenfalls anwesend waren die franzsische Regierung und etwa 50 Staats- und Regierungschefs.[52]

Die berlebenden Redakteure der Zeitschrift kndigten fr den 14. Januar 2015 eine regulre Ausgabe mit dem Titel Le Journal des Survivants (Das Journal der berlebenden) an und erklrten, der Zeichenstift werde immer der Barbarei berlegen sein.[53] Die Arbeit begann zwei Tage nach dem Anschlag auf das Brogebude in den Rumen der linksliberalen Tageszeitung Libration unter der Leitung des Chefredakteurs Grard Biard.[54] Am 13. Januar wurde die Ausgabe, die auch Beitrge der getteten Zeichner und Journalisten enthielt, der ffentlichkeit vorgestellt. Tags darauf kam sie mit einer geplanten Auflage von drei Millionen Exemplaren in den Handel, die Erstauslieferung von einer Million war innerhalb krzester Zeit vergriffen. Daraufhin wurde die Auflage auf zunchst fnf,[55] spter sieben[56] Millionen Exemplare erhht und zudem auf der Webseite als App angeboten.[57] Damit ist sie die historisch meistgedruckte Ausgabe einer Zeitung in Frankreich.[58] blicherweise werden bei einer Auflage von 60.000 etwa 30.000 Hefte verkauft. Diesmal erschien Charlie Hebdo zudem in 16 Sprachen und wurde zu mehreren hunderttausend Exemplaren (fr gewhnlich nur knapp 4000) in 25 Lnder verkauft.[59] Das Titelbild zeigt die Karikatur eines weinenden Mohammed, der unter der berschrift Tout est pardonn (Alles ist vergeben) ein Schild mit der Aufschrift Je suis Charlie in den Hnden hlt.[60]

Am 19. Januar wurde bekanntgegeben, dass der Zeichner Laurent Sourisseau (Riss), der das Attentat verletzt berlebte, die Leitung des Magazins zusammen mit Chefredakteur Grard Biard bernimmt.[61] Am 1. Februar teilte die Redaktion auf ihrer Webseite mit, dass das Erscheinen der Satirezeitschrift fr einige Wochen ausgesetzt werde, da die Mitarbeiter mde und erschpft seien.[62] Ab dem 25. Februar wurde dann wieder im blichen Rhythmus publiziert. Die Auflage der ersten beiden regulren Ausgaben lag bei 2,5 bzw. 1,5 Millionen Exemplaren.[63][64]

In den ersten zwei Monaten nach dem Attentat erzielte Charlie Hebdo allein durch Zeitungsverkufe einen Gewinn von ber 20 Millionen Euro, zustzlich gingen viele Spenden ein. Whrend die Einnahmen durch Spenden allein den Hinterbliebenen der Getteten zugutekommen sollen, wird der Umgang mit den Verkaufseinnahmen noch diskutiert. Das Geld soll unter anderem dafr verwendet werden, eine Stiftung zum Thema Meinungsfreiheit zu grnden. Zudem sollen elf Redakteure bei einer Redaktionskonferenz ein Teilhabe-Modell vorgeschlagen haben, das alle Angestellten zu gleichberechtigten Teilhabern werden lsst. Bisher gehrt die Zeitschrift zu jeweils 40% den Eltern des getteten Herausgebers Charb sowie dem verletzten Zeichner Riss und zu 20% dem Manager Eric Portheault.[65]

Im April 2015 kndigte Zeichner Luz an, keine Mohammad-Karikaturen mehr zeichnen zu wollen. Er sei ihrer berdrssig wie bei Nicolas Sarkozy.[66] Auch Riss erklrte gegenber dem Stern: Wir haben Mohammed gezeichnet, um das Prinzip zu verteidigen, dass man zeichnen darf, was man will, aber nun seien andere an der Reihe. Er selbst wrde Mohammed heute nicht mehr zeichnen.[67]

Die Satirezeitschrift wird seit Anbeginn von verschiedenen Seiten, vor allem von Religionsvertretern, kritisiert. Insbesondere im Zusammenhang mit verffentlichten Mohammed-Karikaturen und den Anschlgen kam es neben einem deutlichen bergewicht an Solidarisierungsbekundungen auch zu teils scharfer Kritik und Protesten in einigen muslimischen Lndern.[68] Die liberale Pariser Abendzeitung Le Monde wertete anlsslich der Vorwrfe einer angeblichen Islamfeindlichkeit der Satirezeitung im Frhjahr 2015 alle Titel des letzten Jahrzehnts aus und belegte so, dass Charlie Hebdo sich wesentlich hufiger ber politische Figuren oder Katholiken satirisch auslasse als ber Muslime oder Islamisten. Charlie Hebdo sei nicht vom Islam besessen.[64]

Der Mitgrnder Henri Roussel (Pseudonym Delfeil de Ton) erklrte nach dem Attentat 2015, der dabei gettete Chefredakteur Stphane Charbonnier (Charb) habe das Team in den Tod getrieben. Er frage sich, was ihn dazu gebracht [hat], zu denken, das Team dazu bringen zu mssen, es zu bertreiben? Zuvor schon hatte er Charb vorgeworfen, die Zeitung in ein zionistisches und islamfeindliches Organ zu verwandeln.[69] Der Prsident des umstrittenen[70]Islamischen Zentralrats der Schweiz, Nicolas Blancho, warf der Zeitung vor, mit der ersten Ausgabe nach den Anschlgen weiter l ins Feuer zu gieen und geistige Brandstiftung zu betreiben, die ebenso gefhrlich wie Extremismus sei.[71] Der trkische Ministerprsident Ahmet Davutolu empfand die Mohammed-Karikatur der Titelseite der ersten Ausgabe nach den Anschlgen als eine schwere Provokation und stufte sie als Beleidigung des Propheten ein.[72]Papst Franziskus uerte anlsslich eines Besuchs auf den Philippinen, man drfe sich nicht ber den Glauben der anderen lustig machen.[73]

Fr den Tagesspiegel kommentierte Bernd Matthies, den Anschlag im Januar 2015 htte es sehr wahrscheinlich […] nicht gegeben, wenn Charbonnier rechtzeitig beschlossen htte, seine satirischen Attacken mehr auf die franzsische Regierung, auf Marine Le Pen oder andere mchtige Schlsselgestalten der Politik zu fokussieren. Das Attentat sei damit zwar nicht entschuldigt, aber es enthebt Satiriker nicht der Pflicht, ber die Ziele ihrer Arbeit nachzudenken.[74] In einer Replik kritisierte Gideon Bss dies scharf als eine Relativierung und somit Entschuldigung des Verbrechens: Wer nicht mutig genug ist, die Pressefreiheit gegen die zu verteidigen, die sie gewaltsam bekmpfen, muss sich dafr nicht rechtfertigen. […] Wenn andere aber mutiger sind, sich den Feinden der Freiheit entgegenstellen und dafr einen frchterlichen Preis zahlen, sollte man als Feigling zumindest den Anstand haben, ihnen nicht selbst schuld ins Grab nachzurufen.[75]

In einem Kommentar in der taz wandte sich Deniz Ycel vehement sowohl gegen die Vereinnahmung der dezidiert linksliberalen Zeitung und der Ermordeten von rechten Islamfeinden als auch gegen die wieder aufflammende und schon in den Vorjahren regelmig vorgetragene Kritik an Charlie Hebdo, religise Gefhle zu verletzen, zu provozieren und somit letztlich eine Mitschuld zu tragen. Ebenfalls kritisierte er die Haltung, die Morde von Paris htten nichts mit dem Islam zu tun, da es den Islam nicht gebe. Er erinnerte daran, dass Charlie Hebdo stets alle Seiten verspottet habe.[76]

Der Islamkritiker Hamed Abdel-Samad sieht in den Karikaturen von Charlie Hebdo ein Geschenk fr Muslime. Sie seien eine Chance, entspannter mit heiligen Texten und Symbolfiguren umzugehen und zu lernen, dass nur schwache Gedanken eine hohe Mauer der Einschchterung brauchen, um sie zu beschtzen. Die Karikaturen seien eine Art Schocktherapie, um zu erkennen, dass nicht das Ansehen des Islam im Westen das Problem ist, sondern was in seinem Namen geschieht.[77]

Das PEN American Center verlieh der Zeitung im Mai 2015 einen Preis fr Meinungsfreiheit[78] und im September 2015 erhielt das Magazin im Rahmen der internationalen Medienkonferenz M100 Sanssouci Colloquium in Potsdam den M100 Media Award fr das Recht auf freie Meinungsuerung.[79]

Excerpt from:

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June 18, 2016   Posted in: Charlie Hebdo  Comments Closed

Charlie Hebdo cartoonist who drew post-attack cover quits …

Cartoonist Renald Luzier, known as Luz attends a press conference in Paris, France, Tuesday, Jan. 13, 2015. The surviving staff of Charlie Hebdo is putting out an unprecedented 3 million copies of its upcoming issue. (AP Photo/Christophe Ena)(The Associated Press)

The cartoonist who drew the cover of the first issue of the French satirical weekly Charlie Hebdo after eight of its staff members were killed by Islamist terrorists in January has announced he is leaving the magazine.

Renald Luzier, who draws under the pen name Luz, told the French newspaper Liberation that each issue is “torture, because the others are no longer there.” His resignation will take effect in September.

“Spending sleepless nights summoning the dead, wondering what Charb, Cabu, Honore, Tignous would have done is exhausting,” Luzier said, referring to colleagues who were killed by two brothers linked to the Al Qaeda in the Arabian Peninsula terror group.

Luzier’s cover of the magazine’s Jan. 13 issue, the first after the Jan 7 massacre that killed 12 people in all, featured the Muslim prophet Muhammad holding a sign carrying the popular slogan “Je suis Charlie” [I am Charlie] beneath the headline “Tout est pardonne”, or “All is forgiven”. The issue was sold worldwide as part of a massive outpouring of support for Charlie Hebdo after the attack, which was carried out in retaliation for the paper’s prior depictions of Muhammad.

Luzier has worked at Charlie Hebdo since 1992. He denied that his departure had anything to do with widely reported tensions at the magazine.

Charlie Hebdo, which continually operated on the verge of bankruptcy prior to this year, received the benefit of a manifold increase in sales and millions of euros in donations after the massacre. French media report that the sudden windfall has led to a rift between the editorial staff and management over dispersal of the money. The magazine’s editor and publisher said a special commission will determine how to use the funds.

The Associated Press contributed to this report.

Click for more from Sky News.

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Charlie Hebdo cartoonist who drew post-attack cover quits …

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May 20, 2015   Posted in: Charlie Hebdo  Comments Closed

Charlie Hebdo’s Renald ‘Luz’ Luzier who drew Prophet …

Renald ‘Luz’ Luzier famously drew front cover image of survivors’ edition Announces he will quit to ‘remain master of my life as much as possible’ Luz narrowly escaped being murdered after he arrived late on January 7 When he got to the office, he found fellow cartoonists and editors dead

By Peter Allen for MailOnline

Published: 00:50 EST, 19 May 2015 | Updated: 04:08 EST, 19 May 2015

I quit: Renald ‘Luz’ Luzier, 43, said he was unable to cope with the ‘grief, pain and anger’ which followed 12 people being murdered by Islamist gunmen

Charlie Hebdo was in chaos last night after its leading cartoonist revealed he was quitting the French magazine.

Renald ‘Luz’ Luzier, 43, said he was unable to cope with the ‘grief, pain and anger’ which followed 12 people – including many of his colleagues – being murdered by Islamist gunmen in Paris in January.

They were targeted for publishing blasphemous cartoons of the Prophet Mohammed.

Luz famously drew the front cover picture of the survivors’ edition which followed the terrorist outrage, but has been wracked by demons ever since.

Earlier this month he said he was giving up drawing the Prophet, and last night he told Liberation newspaper that he wanted ‘to remain the master of my life as much as possible, especially in the short term, and after what we lived through’.

Alluding to the way in which Charlie Hebdo has been adopted by those with a ‘free speech’ agenda against Islam, Luz said: ‘We’re not heroes, we never were, we never wanted to be’.

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May 19, 2015   Posted in: Charlie Hebdo  Comments Closed

No, Pamela Geller is not Charlie Hebdo | USA TODAY College

Pamela Geller is interviewed at The Associated Press, Thursday, May 7, 2015 in New York. (AP Photo/Mark Lennihan)

Last weeks attempted terrorist attack on a cartoon contest depicting Muhammadin Garland, Texas in which both gunmenwere killed has prompted comparisons with the Januaryattack on the Parisoffices of the French satirical magazineCharlie Hebdo, in which12 were murdered.

Both have been cast by some asacts of aggression against progressive proponents of freedom of speech and expression.

But the Texas contest was sponsored by the American Freedom Defense Initiative, categorized by the Anti-Defamation League as a hate group,whose co-founder Pamela Geller has a long history of making bigoted statements. Among other provocations, Geller, on her blog Atlas Shrugs, has insinuated that President Obama is a secret Muslim intent on destroying the U.S.; played apivotal role in instigating national opposition to a proposedIslamic cultural center near the 9/11 memorial in New York City which she called the 911 monster mosque;and has runcontroversial ads in the New Yorksubway calling for the defeat of the savage.

There are some who feel Charlie Hebdo also attacked for its depictions of Muhammad is equally provocative for the sake of provocation. The attack in Garland comes on the heels of a controversy over the prestigious literary association PEN honoringCharlie Hebdo with itsFreedom of Expression Courage Award. Six prominent writers withdrew from PENs gala to protest the award, and more than 200 writers signed a letter criticizing the satirical magazine for its alleged anti-Arab and anti-Islam bigotry.

This condemnation was not the first directed at the French cartoonists. Far-left British MP George Galloway announced Je ne suis pas Charlie, or, I am not Charlie, after the attacks, calling the magazine Islamophobic and racist. The director of the British edition of the Huffington Post derided the magazines satire as free speech fundamentalism.

But no reasonable appraisal of the magazine can call it Islamophobic. There is no equivalence between the blasphemy of Charlie Hebdo, which was aimed at combating religious extremism, and Gellers demonization of an entire group of people.

Charlie Hebdohasconsistently and aggressively targeted ideologies, not people, most notably the Islamophobia and racism of Frances far-right National Front party. Over the last decade, a majority of Hebdos covers were political in nature, while less than 10%of covers skewered religion. Most of these covers ridiculed Christianity.

In 2012, Charlie Hebdo cartoonist Laurent Leger explained, We want to laugh at the extremists every extremist. They can be Muslim, Jewish, Catholic. Everyone can be religious, but extremist thoughts and acts we cannot accept.

The false conflation of blasphemy and bigotry has unfortunately become all too common. EvenPresident Obamajumped on it in aUnited Nations addresswhen he said,The future must not belong to those who slander the prophet of Islam those who condemn that slander must also condemn the hate we see in the images of Jesus Christ that are desecrated or the Holocaust that is denied. This statement seems to putThe Book of Mormon musical in the same category as the denial of the genocide of Jews inNazi Germany.

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No, Pamela Geller is not Charlie Hebdo | USA TODAY College

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May 18, 2015   Posted in: Charlie Hebdo  Comments Closed

Deneuve shrugs off ‘Charlie Hebdo’ barb

Cover of the May 13, 2015, issue of ‘Charlie Hebdo’ magazine featuring a caricature of actress Catherine Deneuve.(Photo: Charlie Hebdo)

CANNES, France World, take note. Catherine Deneuve showed how to take being the butt of satire from the infamous Charlie Hebdo at the Cannes Film Festival on Wednesday.

It took equal measures of class and a sense of humor from the iconic French actress, who starred in 1967’s Belle de Jour.

Speaking on the opening day of the festival for her latest film, Standing Tall, Deneuve, 71, was asked if she had thoughts about the latest issue of the satirical publication Charlie Hebdo.

The May 13 issue has a grotesque caricature of Deneuve. The cover caption reads “Suspect package found on the Croisette.”

USA TODAY

Cannes: Where are all the big bashes?

Then it follows with, “False alert, it’s Catherine Deneuve.”

Deneuve said she had not seen the cover. But she responded to the concept anyway.

“You can’t expect Charlie Hebdo to show something that would look like a fashion magazine,” said Deneuve. “I hope it’s funny at least. Even if it’s nasty.”

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Deneuve shrugs off ‘Charlie Hebdo’ barb

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May 16, 2015   Posted in: Charlie Hebdo  Comments Closed

AQAP leader who claimed Charlie Hebdo attack killed by U.S …

Last Updated May 7, 2015 12:27 PM EDT

A senior leader of Al Qaeda in the Arabian Peninsula (AQAP) who declared the group was responsible for the Charlie Hebdo attack in Paris has been killed in a U.S. airstrike, CBS News correspondent David Martin confirms.

In this image made from militant video posted on the Twitter account of Yemen’s al Qaeda branch on Wednesday, Jan. 14, 2015, Nasr al-Ansi, a top commander of al Qaeda in the Arabian Peninsula, speaks about last week’s deadly assault on a French satirical newspaper.

AP

Nasr al-Ansi, who had been serving as an ideological leader, was among several fighters killed in a CIA drone strike on April 21, Martin confirms. Washington considers AQAP to be the most powerful in the terrorist network.

Al-Ansi’s death was announced by al Qaeda operative Khaled Batarfi in a video posted on the Internet. Batarfi did not say when or where in Yemen he was killed, adding only that al-Ansi’s eldest son, Mohammed, and several fighters were killed in the same airstrike.

21 Photos

A terrorist attack on satirical newspaper, Charlie Hebdo, has left at least 12 dead

Al-Ansi, believed to have been close to al Qaeda’s late leader Osama Bin Laden, has made several video appearances on behalf of the group’s Yemen branch. In January, he announced that the Yemen branch was responsible for the attack on the offices of the French satirical magazine that killed 12 people.

Excerpt from:

AQAP leader who claimed Charlie Hebdo attack killed by U.S …

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May 9, 2015   Posted in: Charlie Hebdo  Comments Closed

After Charlie Hebdo, things aren’t exactly back to normal (The Infidel 2015-04-06) – Video



After Charlie Hebdo, things aren't exactly back to normal (The Infidel 2015-04-06)
Welcome to The Infidel; News for the Damned. A news show for Atheists. Visit our web site at http://www.atheismtv.com Please consider helping this channel via Patreon: http://www.patreon.com/athei…

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April 13, 2015   Posted in: Charlie Hebdo  Comments Closed

Paris kosher grocery store updates Terror Attack on Charlie Hebdo Paris Headquarters – Video



Paris kosher grocery store updates Terror Attack on Charlie Hebdo Paris Headquarters

By: Mularam Artsy

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April 13, 2015   Posted in: Charlie Hebdo  Comments Closed

Paris Attack New Footage New footage of terrorists’ escape after Charlie Hebdo attack in Paris – Video



Paris Attack New Footage New footage of terrorists' escape after Charlie Hebdo attack in Paris

By: Mularam Artsy

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April 13, 2015   Posted in: Charlie Hebdo  Comments Closed

Charlie Hebdo Wikipedia

Charlie Hebdo [ali bdo] ist eine franzsische Satirezeitschrift. Sie wurde zunchst von 1970 bis 1981 publiziert und erscheint seit 1992 wieder mit einer regulren, wchentlichen Druckauflage von rund 60.000 Exemplaren in Paris. Der Name Charlie stammt von der Comicfigur Charlie Brown von den Peanuts und verweist auf die Ursprnge der Zeitschrift im Bereich der Comic-Magazine bzw. Prsident Charles de Gaulle,[3] Hebdo ist die im Franzsischen gelufige Abkrzung fr hebdomadaire (deutsch: Wochenzeitschrift, Wochenblatt).[4] Charlie Hebdo wird in bereinstimmung mit ihrem Selbstverstndnis[5] dem politisch linken Spektrum zugeordnet.[6] Eine anfnglich linksradikale Orientierung wurde aufgegeben und man bewegte sich bei vielen Themen in die politische Mitte. Der das Profil prgende, scharfe Laizismus[7] und Antiklerikalismus wurde beibehalten.[8] Die Zeitschrift wurde unzhlige Male zumeist erfolglos von rechtsextremen Politikern, Journalisten und religisen Organisationen verklagt.[9] Bei einem Terroranschlag auf das Redaktionsbro von Charlie Hebdo am 7. Januar 2015 wurden zwlf Menschen, darunter fnf prominente Karikaturisten aus dem Redaktionsteam der Zeitschrift, einschlielich des Herausgebers,[10] und somit ein Groteil der Redaktion ermordet.[11] Die Vorgngerzeitschrift von Charlie Hebdo, das Wochenmagazin Lhebdo Hara-Kiri, ging 1969 aus dem seit 1960 monatlich erscheinenden Anarchomagazin Hara-Kiri hervor, das zeitweilig verboten war; einer der Grnder war Franois Cavanna. 1986 wurde das Monatsmagazin Hara-Kiri aus Mangel an Lesern eingestellt. Nachdem 1970 die parallel zu Hara-Kiri erscheinende, wchentliche Ausgabe Lhebdo Hara-Kiri verboten wurde, grndeten die ursprnglichen Mitarbeiter von Hara-Kiri das Wochenmagazin Charlie Hebdo, dessen Name an das Monatsmagazin Charlie mensuel angelehnt war.[1][12] Wegen fehlender Finanzierung wurde die wchentliche Ausgabe 1981 nach dem Erscheinen der Nummer 580 eingestellt.[13] 1992 wurde die Redaktion von Charlie Hebdo von einigen ehemaligen Mitarbeitern wiederbelebt und die Satirezeitschrift nach Le Canard enchan bald die zweitbedeutendste in Frankreich.[14] Die linke Satirezeitung zeigte dabei zunchst ein kritisches und radikales Profil, die Auflage erreichte teilweise bis zu 90.000 Exemplare. 1995 initiierte man eine Petition zum Verbot des Front National, die insgesamt 150.000 Menschen unterschrieben. Im selben Jahr wurden die rechtskonservativen, katholischen Abtreibungsgegner der commandos anti-IVG (Kommandos gegen freiwilligen Schwangerschaftsabbruch) zur Zielscheibe des ehemaligen Chefredakteurs Philippe Val. Er kndigte an, seinerseits Anti-Gott-Kommandos aufzustellen. Im Anschluss an eine Fernsehsendung, in der er dies uerte, wurde er verprgelt.[15] Ende der 1990er Jahre folgte ein Streit ber die Ausrichtung des Magazins, der 1999 eskalierte. Anlass waren die Annherung eines Teils der Redaktion unter Fhrung von Philippe Val an die franzsischen Grnen und deren damaligen Spitzenkandidaten fr die Europawahl 1999, Daniel Cohn-Bendit, und Vals positive Haltung zum Kosovokrieg. Als Folge verlieen zwei profilierte Redakteure die Zeitung, die Auflage fiel in dieser Zeit von 70.000 auf unter 60.000 Exemplare. Ein im Frhjahr von Val durchgefhrter Relaunch reduzierte schlielich den Textanteil zugunsten der Zeichnungen und setzte den Weg in die politische Mitte fort.[15] Charlie Hebdo gehrte 2006 zu den wenigen Zeitschriften, welche die Mohammed-Karikaturen aus der dnischen Jyllands-Posten nachdruckten, erweitert um eigene Karikaturen ber Muslime. Das Redaktionsgebude wurde daraufhin von der Gendarmerie bewacht. Der Dachverband franzsischer Muslime Conseil franais du culte musulman (CFCM) reichte Klage gegen Charlie Hebdo ein. 2007 sprach das zustndige Pariser Gericht die Zeitschrift vom Vorwurf der Beleidigung frei. Am 1. Mrz 2006 verffentlichte Charlie Hebdo das Manifest der 12, in dem sich zwlf berwiegend aus dem islamischen Kulturkreis stammende Intellektuelle gegen den Islamismus als neue, weltweite, totalitre Bedrohung aussprachen. Zu den Unterzeichnern gehrte neben Ayaan Hirsi Ali, Salman Rushdie und neun weiteren Personen auch der damalige Directeur von Redaktion und Verlag Philippe Val. 2008 wurde der Zeichner und Kolumnist Maurice Albert Sinet (Sin) entlassen. Er hatte gegen Jean Sarkozy und mittelbar auch dessen Verlobte Jessica Sebaoun polemisiert, wodurch Charlie Hebdo u.a. durch LICRA Anschuldigungen des angeblichen Antisemitismus ausgesetzt war. Sinet verweigerte daraufhin die von Philippe Val eingeforderte ffentliche Entschuldigung. Spter wurden ihm wegen seiner Entlassung gerichtlich 90.000 Euro Entschdigung von Charlie Hebdo zugesprochen. Auch den Antisemitismus-Prozess gegen die LICRA gewann er.[16][17][18] 2010 gewann das Blatt einen Rechtsstreit gegen die ultrakonservative, katholische Organisation Allgemeine Allianz gegen Rassismus und fr Respekt der franzsischen und christlichen Identitt (Agrif). Diese hatte geklagt, weil in einem Artikel zum Papstbesuch in Frankreich 2008 das Jesuswort Lasset die Kinder zu mir kommen in einen pdophilen Kontext gerckt worden sei.[19][20] Die katholische Kirche fhrte insgesamt bereits 14 Prozesse gegen die Zeitung, die sie alle verlor.[21] Am 2. November 2011 wurde auf die erst im April 2011 neu bezogenen Redaktionsrume des Magazins am Boulevard Davout in Paris ein Brandanschlag verbt. Der Anschlag stand Medienberichten zufolge in Verbindung mit dem Abdruck einer Karikatur Mohammeds auf der Titelseite der aktuellen Ausgabe.[22][23] Zudem wurde die Internetseite des Satiremagazins gehackt. Statt der Titelseite der damals neuen Ausgabe war dort einige Stunden lang ein Bild der Moschee im saudi-arabischen Pilgerort Mekka whrend der Haddsch zu sehen, mit der in trkischer und englischer Sprache verfassten Botschaft: Unter dem Deckmantel der Pressefreiheit greift ihr mit euren gehssigen Karikaturen den groen Propheten des Islam an. Der Fluch Gottes soll euch treffen. Wir werden in der virtuellen Welt euer Fluch sein. Es gibt keinen Gott auer Allah und Mohammed ist sein Prophet.[24] Eine trkische Hackergruppe, die sich Aknclar (Sturmreiter des Osmanischen Reichs) nennt, sandte ein Bekennerschreiben[25] an die franzsische Wochenzeitung Nouvel Observateur, gab aber an, mit dem Brandanschlag nichts zu tun zu haben.[26] Der unter seinem Knstlernamen Charb auftretende Chefredakteur Stphane Charbonnier sprach auch von Droh-Mails vor dem Erscheinungstermin, die die Redaktion erhalten habe. Man hatte aufgrund des Erfolges der Islamisten (Ennahda) bei den ersten freien Wahlen in Tunesien (23. Oktober 2011) ein Sonderheft angekndigt: In Anspielung auf die Scharia wurde es Charia Hebdo genannt, als Gast-Chefredakteur war scherzhaft Mohammed auserkoren und von dem Zeichner Luz als Karikatur auf der Titelseite abgebildet worden mit den Worten: 100 coups de fouet, si vous ntes pas morts de rire! (100 Peitschenhiebe, wenn Sie sich nicht totlachen!). Der Chefredakteur betonte, dass niemand das Scharia-Sonderheft vor dem Brandanschlag gelesen haben konnte, da es erst Stunden spter in den Handel kam, doch war die Titelseite schon zuvor im Internet sichtbar. Charbonnier bat nach dem Anschlag in einem Video vor den Trmmern um finanzielle Untersttzung.[27] Publizistisch antwortete Charlie Hebdo mit einer auf den Titel der folgenden Ausgabe gesetzten Karikatur des Zeichners Luz, die einen Moslem mit Takke und einen Karikaturisten der Zeitung mit Charlie Hebdo-T-Shirt bei einem Zungenkuss unter der Titelzeile Lamour plus fort que la haine (Die Liebe ist strker als der Hass) zeigte. Bei dem Anschlag wurde niemand verletzt, doch der durch Brand und Lscharbeiten entstandene Schaden war betrchtlich: Brorume auf zwei Stockwerken, smtliches Equipment, das Layout- und das Computer-System wurden komplett zerstrt, die Website ging offline. Die Zeitung Libration zeigte sich solidarisch, stellte der Redaktion von Charlie Hebdo ihre Rumlichkeiten zur Verfgung und widmete dem Magazin eine Spezialausgabe. Die Hackergruppe Akincilar drohte Libration daraufhin mit weiteren Cyberattacken.[28] Der belgische Internetprovider Host Bluevision wollte die Website wegen der Morddrohungen nicht mehr online stellen.[29] Auch die Facebookseite der Zeitschrift wurde nach zahlreichen Drohungen aus dem radikalislamischen Umfeld mit der Begrndung, Charlie Hebdo sei keine Person, vom Netz genommen.[30] Die Redaktion von Charlie Hebdo arbeitete etwa zwei Monate lang unter dem Dach der Libration und zog dann in ein Gebude in der Rue Serpollet in Paris. Die franzsische ffentlichkeit reagierte mit einer groen Welle der Solidaritt. Presseverbnde, der Dachverband der franzsischen Muslime CFCM und Politiker verurteilten den Anschlag. Der Prsident des CFCM, Mohammed Moussaoui, kommentierte die Anschlge: Wenn es sich um einen kriminellen Anschlag handelt, verurteilen wir diesen entschieden, und stellte weiter fest, dass die Tatsache, den Propheten zu karikieren, eine Beleidigung fr die Muslime darstelle. Die Karikaturen von Charlie Hebdo htten fr ihn aber keine vergleichbare Bedeutung mit den Karikaturen von 2006.[31] Der Premierminister Franois Fillon verurteilte in einem Kommuniqu noch am selben Tag den Angriff auf die Meinungsfreiheit. Am 19. September 2012 verffentlichte Charlie Hebdo neue Mohammed-Karikaturen. Die Karikaturen erschienen zu einem Zeitpunkt, als die Stimmung in muslimischen Lndern aufgeheizt war. Im Internet kursierende Ausschnitte aus dem islamfeindlichen Film Innocence of Muslims hatten in den Tagen zuvor wtende und blutige Proteste in den islamischen Lndern Libyen, Tunesien, Sudan und dem Jemen sowie auch in Frankreich ausgelst, begleitet von einem bewaffneten Angriff auf das US-Konsulat in Bengasi (Libyen) am 11. September 2012. Bei den Protesten und dem Angriff wurden mindestens 15 Menschen gettet, darunter der US-Botschafter in Libyen, J. Christopher Stevens, und drei weitere Mitarbeiter der Botschaft. Das Magazin verteidigte die Verffentlichung der Karikaturen am Tag zuvor und verwies auf die Rede- und Pressefreiheit. Der Chefredakteur Stphane Charbonnier sagte, sie seien nicht provozierender als gewhnlich, und betonte, dass in einer Demokratie auch Satire ber Religionen mglich sein msse. Der Radiosender France Inter zitierte Charbonnier: Wir verffentlichen Karikaturen ber jeden und alles jede Woche. Wenn es aber um den Propheten geht, wird es Provokation genannt. Erst darf man nicht Mohammed zeichnen, dann nicht mehr einen radikalen Muslim, und jedes Mal wird es heien: Das ist eine Provokation fr einen Muslim. Ist die Pressefreiheit eine Provokation? Ich rufe strengglubige Muslime ebenso wenig auf, Charlie Hebdo zu lesen, wie ich in eine Moschee gehe, um einen Diskurs anzuhren, der meinen berzeugungen widerspricht. Wir halten uns an die Gesetze der Republik und des Rechtsstaats.[32][33] Die Zeichnungen wrden nur diejenigen schockieren, die schockiert sein wollen. Die Polizei ergriff Manahmen zum Schutz der Redaktionsrume. Wegen befrchteter terroristischer Ausschreitungen durch islamistische Radikale beschloss die franzsische Regierung, etwa 20 franzsische Einrichtungen (Konsulate, Kulturcenter, internationale Schulen und einige Botschaften) zu schlieen.[34] Die franzsische Regierung kritisierte Charlie Hebdo fr den Zeitpunkt der Verffentlichung der Karikaturen. Die Opposition forderte jedoch mehrheitlich, sich nicht von Drohungen einschchtern zu lassen und erpressbar zu machen. So verlangte z.B. der ehemalige franzsische Premierminister Franois Fillon, man drfe in diesem Feld nicht nachgeben.[33] In Deutschland forderten zugleich Vertreter der CSU, darunter Johannes Singhammer und Horst Seehofer, die Verschrfung des 166 StGB (Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen);[35] die Forderung wurde vom Bamberger Erzbischof Ludwig Schick untersttzt, von muslimischen Verbnden, der evangelischen Kirche und Bundeskanzlerin Angela Merkel hingegen abgelehnt.[35][36][37] Am 2. Januar 2013 verffentlichte Charlie Hebdo eine Comic-Biographie von Mohammed (La Vie De Mahomet).[38] Die iranische Regierung protestierte dagegen und nannte die Verffentlichung im Voraus eine religise Beleidigung[39] beziehungsweise nach dem Erscheinen Teil einer zionistischen Islamophobie-Kampagne.[40] Anfang Mrz 2013 wurde Charbonnier als eine von zehn Persnlichkeiten tot oder lebendig wegen Verbrechen gegen den Islam in dem dem Al-Qaida-Zweig AQAP zugeschriebenen Magazin Inspire zur Fahndung ausgeschrieben unter den Slogans Eine Kugel am Tag schtzt vor Unglubigen und Verteidigt den Propheten Mohammed, Friede sei mit ihm.[41] Am 7. Januar 2015 wurde whrend der wchentlichen Redaktionskonferenz ein islamistisch motivierter Terroranschlag auf die Mitarbeiter von Charlie Hebdo verbt, bei dem zwei maskierte Mnner in die Redaktionsrume in der Rue Nicolas-Appert, mitten im Zentrum von Paris, eindrangen und mit Sturmgewehren zwlf Menschen erschossen, darunter den Herausgeber und Zeichner Stphane Charbonnier (Charb), die Zeichner Jean Cabut (Cabu), Bernard Verlhac (Tignous), Philippe Honor und Georges Wolinski, den Journalisten und Mitinhaber des Blattes Bernard Maris (Oncle Bernard), als einzige Frau die jdische Kolumnistin Elsa Cayat, den Lektor Mustapha Ourrad sowie zwei Polizisten.[42] Mindestens 20 weitere Personen wurden verletzt, einige davon schwer.[43] Whrend der Tat riefen die Tter Parolen wie Allahu akbar (Gott ist am grten) und On a veng le prophte! (Wir haben den Propheten gercht).[44][45][6] Die beiden Tter wurden noch whrend ihrer drei Tage andauernden Flucht als die Brder Chrif und Sad Kouachi identifiziert. Am 9. Januar 2015 verschanzten sie sich schlielich in Dammartin-en-Gole nordstlich von Paris in einer Druckerei. In Verbindung mit dem Anschlag erschoss der polizeibekannte Kleinkriminelle und Dschihadist, Amedy Coulibaly, am 8. Januar eine Polizistin und verletzte einen Straenreiniger schwer. Am Tag darauf berfiel er dann gezielt wegen der Juden einen jdischen Supermarkt im Osten von Paris und nahm dort mehrere Geiseln, von denen er vier whrend der Geiselnahme erschoss.[46][47] Er forderte freien Abzug fr die Kouachi-Brder.[48] Coulibaly besttigte einem Fernsehsender gegenber, dass er sich mit den Kouachi-Brdern fr den Anfang dieser Operationen abgesprochen htte und er fr den Islamischen Staat (IS) kmpfe.[49][46] Bei der koordinierten Erstrmung der beiden Schaupltze am frhen Abend durch die Polizei wurden alle drei Attentter gettet.[47] Nach dem Anschlag kam es noch am selben Abend und an den darauf folgenden Tagen in zahlreichen franzsischen und anderen europischen Stdten zu spontanen Solidarittskundgebungen. Allein in Paris demonstrierten am Abend des 7. Januar etwa 35.000 Menschen; viele zeigten Kerzen oder Stifte und Plakate mit der Aufschrift Je suis Charlie (Ich bin Charlie). Dieser Ausspruch war zuvor von Redaktionsmitgliedern auf der Internetseite von Charlie Hebdo in mehreren Sprachen verffentlicht worden.[50] Auch am 9.Januar versammelten sich Menschen zu Solidarittskundgebungen; diesmal etwa 700.000 in ganz Frankreich.[51] Am 11. Januar beteiligten sich im Land schlielich mindestens 3,7 Millionen Menschen an Trauermrschen, davon etwa 1,2 bis 1,6 Millionen am zentralen Trauermarsch in Paris. Ebenfalls anwesend waren die franzsische Regierung und etwa 50 Staats- und Regierungschefs.[52] Die berlebenden Redakteure der Zeitschrift kndigten fr den 14. Januar 2015 eine regulre Ausgabe mit dem Titel Le Journal des Survivants (Das Journal der berlebenden) an und erklrten, der Zeichenstift werde immer der Barbarei berlegen sein.[53] Die Arbeit begann zwei Tage nach dem Anschlag auf das Brogebude in den Rumen der linksliberalen Tageszeitung Libration unter der Leitung des Chefredakteurs Grard Biard.[54] Am 13. Januar wurde die Ausgabe, die auch Beitrge der getteten Zeichner und Journalisten enthielt, der ffentlichkeit vorgestellt. Tags darauf kam sie mit einer geplanten Auflage von drei Millionen Exemplaren in den Handel, die Erstauslieferung von einer Million war innerhalb krzester Zeit vergriffen. Daraufhin wurde die Auflage auf zunchst fnf,[55] spter sieben[56] Millionen Exemplare erhht und zudem auf der Webseite als App angeboten.[57] Damit ist sie die historisch meistgedruckte Ausgabe einer Zeitung in Frankreich.[58] blicherweise werden bei einer Auflage von 60.000 etwa 30.000 Hefte verkauft. Diesmal erschien Charlie Hebdo zudem in 16 Sprachen und wurde zu mehreren hunderttausend Exemplaren (fr gewhnlich nur knapp 4000) in 25 Lnder verkauft.[59] Das Titelbild zeigt die Karikatur eines weinenden Mohammed, der unter der berschrift Tout est pardonn (Alles ist vergeben) ein Schild mit der Aufschrift Je suis Charlie in den Hnden hlt.[60] Am 19. Januar wurde bekanntgegeben, dass der Zeichner Laurent Sourisseau (Riss), der das Attentat verletzt berlebte, die Leitung des Magazins zusammen mit Chefredakteur Grard Biard bernimmt.[61] Am 1. Februar teilte die Redaktion auf ihrer Webseite mit, dass das Erscheinen der Satirezeitschrift fr einige Wochen ausgesetzt werde, da die Mitarbeiter mde und erschpft seien.[62] Ab dem 25. Februar wurde dann wieder im blichen Rhythmus publiziert. Die Auflage der ersten beiden regulren Ausgaben lag bei 2,5 bzw. 1,5 Millionen Exemplaren.[63][64] In den ersten zwei Monaten nach dem Attentat erzielte Charlie Hebdo allein durch Zeitungsverkufe einen Gewinn von ber 20 Millionen Euro, zustzlich gingen viele Spenden ein. Whrend die Einnahmen durch Spenden allein den Hinterbliebenen der Getteten zugutekommen sollen, wird der Umgang mit den Verkaufseinnahmen noch diskutiert. Das Geld soll unter anderem dafr verwendet werden, eine Stiftung zum Thema Meinungsfreiheit zu grnden. Zudem sollen elf Redakteure bei einer Redaktionskonferenz ein Teilhabe-Modell vorgeschlagen haben, das alle Angestellten zu gleichberechtigten Teilhabern werden lsst. Bisher gehrt die Zeitschrift zu jeweils 40% den Eltern des getteten Herausgebers Charb sowie dem verletzten Zeichner Riss und zu 20% dem Manager Eric Portheault.[65] Im April 2015 kndigte Zeichner Luz an, keine Mohammad-Karikaturen mehr zeichnen zu wollen. Er sei ihrer berdrssig wie bei Nicolas Sarkozy.[66] Auch Riss erklrte gegenber dem Stern: Wir haben Mohammed gezeichnet, um das Prinzip zu verteidigen, dass man zeichnen darf, was man will, aber nun seien andere an der Reihe. Er selbst wrde Mohammed heute nicht mehr zeichnen.[67] Die Satirezeitschrift wird seit Anbeginn von verschiedenen Seiten, vor allem von Religionsvertretern, kritisiert. Insbesondere im Zusammenhang mit verffentlichten Mohammed-Karikaturen und den Anschlgen kam es neben einem deutlichen bergewicht an Solidarisierungsbekundungen auch zu teils scharfer Kritik und Protesten in einigen muslimischen Lndern.[68] Die liberale Pariser Abendzeitung Le Monde wertete anlsslich der Vorwrfe einer angeblichen Islamfeindlichkeit der Satirezeitung im Frhjahr 2015 alle Titel des letzten Jahrzehnts aus und belegte so, dass Charlie Hebdo sich wesentlich hufiger ber politische Figuren oder Katholiken satirisch auslasse als ber Muslime oder Islamisten. Charlie Hebdo sei nicht vom Islam besessen.[64] Der Mitgrnder Henri Roussel (Pseudonym Delfeil de Ton) erklrte nach dem Attentat 2015, der dabei gettete Chefredakteur Stphane Charbonnier (Charb) habe das Team in den Tod getrieben. Er frage sich, was ihn dazu gebracht [hat], zu denken, das Team dazu bringen zu mssen, es zu bertreiben? Zuvor schon hatte er Charb vorgeworfen, die Zeitung in ein zionistisches und islamfeindliches Organ zu verwandeln.[69] Der Prsident des umstrittenen[70]Islamischen Zentralrats der Schweiz, Nicolas Blancho, warf der Zeitung vor, mit der ersten Ausgabe nach den Anschlgen weiter l ins Feuer zu gieen und geistige Brandstiftung zu betreiben, die ebenso gefhrlich wie Extremismus sei.[71] Der trkische Ministerprsident Ahmet Davutolu empfand die Mohammed-Karikatur der Titelseite der ersten Ausgabe nach den Anschlgen als eine schwere Provokation und stufte sie als Beleidigung des Propheten ein.[72]Papst Franziskus uerte anlsslich eines Besuchs auf den Philippinen, man drfe sich nicht ber den Glauben der anderen lustig machen.[73] Fr den Tagesspiegel kommentierte Bernd Matthies, den Anschlag im Januar 2015 htte es sehr wahrscheinlich nicht gegeben, wenn Charbonnier rechtzeitig beschlossen htte, seine satirischen Attacken mehr auf die franzsische Regierung, auf Marine Le Pen oder andere mchtige Schlsselgestalten der Politik zu fokussieren. Das Attentat sei damit zwar nicht entschuldigt, aber es enthebt Satiriker nicht der Pflicht, ber die Ziele ihrer Arbeit nachzudenken.[74] In einer Replik kritisierte Gideon Bss dies scharf als eine Relativierung und somit Entschuldigung des Verbrechens: Wer nicht mutig genug ist, die Pressefreiheit gegen die zu verteidigen, die sie gewaltsam bekmpfen, muss sich dafr nicht rechtfertigen. Wenn andere aber mutiger sind, sich den Feinden der Freiheit entgegenstellen und dafr einen frchterlichen Preis zahlen, sollte man als Feigling zumindest den Anstand haben, ihnen nicht selbst schuld ins Grab nachzurufen.[75] In einem Kommentar in der taz wandte sich Deniz Ycel vehement sowohl gegen die Vereinnahmung der dezidiert linksliberalen Zeitung und der Ermordeten von rechten Islamfeinden als auch gegen die wieder aufflammende und schon in den Vorjahren regelmig vorgetragene Kritik an Charlie Hebdo, religise Gefhle zu verletzen, zu provozieren und somit letztlich eine Mitschuld zu tragen. Ebenfalls kritisierte er die Haltung, die Morde von Paris htten nichts mit dem Islam zu tun, da es den Islam nicht gebe. Er erinnerte daran, dass Charlie Hebdo stets alle Seiten verspottet habe.[76] Der Islamkritiker Hamed Abdel-Samad sieht in den Karikaturen von Charlie Hebdo ein Geschenk fr Muslime. Sie seien eine Chance, entspannter mit heiligen Texten und Symbolfiguren umzugehen und zu lernen, dass nur schwache Gedanken eine hohe Mauer der Einschchterung brauchen, um sie zu beschtzen. Die Karikaturen seien eine Art Schocktherapie, um zu erkennen, dass nicht das Ansehen des Islam im Westen das Problem ist, sondern was in seinem Namen geschieht.[77] Das PEN American Center verlieh der Zeitung im Mai 2015 einen Preis fr Meinungsfreiheit[78] und im September 2015 erhielt das Magazin im Rahmen der internationalen Medienkonferenz M100 Sanssouci Colloquium in Potsdam den M100 Media Award fr das Recht auf freie Meinungsuerung.[79]

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June 18, 2016   Posted in: Charlie Hebdo  Comments Closed

Charlie Hebdo cartoonist who drew post-attack cover quits …

Cartoonist Renald Luzier, known as Luz attends a press conference in Paris, France, Tuesday, Jan. 13, 2015. The surviving staff of Charlie Hebdo is putting out an unprecedented 3 million copies of its upcoming issue. (AP Photo/Christophe Ena)(The Associated Press) The cartoonist who drew the cover of the first issue of the French satirical weekly Charlie Hebdo after eight of its staff members were killed by Islamist terrorists in January has announced he is leaving the magazine. Renald Luzier, who draws under the pen name Luz, told the French newspaper Liberation that each issue is “torture, because the others are no longer there.” His resignation will take effect in September. “Spending sleepless nights summoning the dead, wondering what Charb, Cabu, Honore, Tignous would have done is exhausting,” Luzier said, referring to colleagues who were killed by two brothers linked to the Al Qaeda in the Arabian Peninsula terror group. Luzier’s cover of the magazine’s Jan. 13 issue, the first after the Jan 7 massacre that killed 12 people in all, featured the Muslim prophet Muhammad holding a sign carrying the popular slogan “Je suis Charlie” [I am Charlie] beneath the headline “Tout est pardonne”, or “All is forgiven”. The issue was sold worldwide as part of a massive outpouring of support for Charlie Hebdo after the attack, which was carried out in retaliation for the paper’s prior depictions of Muhammad. Luzier has worked at Charlie Hebdo since 1992. He denied that his departure had anything to do with widely reported tensions at the magazine. Charlie Hebdo, which continually operated on the verge of bankruptcy prior to this year, received the benefit of a manifold increase in sales and millions of euros in donations after the massacre. French media report that the sudden windfall has led to a rift between the editorial staff and management over dispersal of the money. The magazine’s editor and publisher said a special commission will determine how to use the funds. The Associated Press contributed to this report. Click for more from Sky News.

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May 20, 2015   Posted in: Charlie Hebdo  Comments Closed

Charlie Hebdo’s Renald ‘Luz’ Luzier who drew Prophet …

Renald ‘Luz’ Luzier famously drew front cover image of survivors’ edition Announces he will quit to ‘remain master of my life as much as possible’ Luz narrowly escaped being murdered after he arrived late on January 7 When he got to the office, he found fellow cartoonists and editors dead By Peter Allen for MailOnline Published: 00:50 EST, 19 May 2015 | Updated: 04:08 EST, 19 May 2015 I quit: Renald ‘Luz’ Luzier, 43, said he was unable to cope with the ‘grief, pain and anger’ which followed 12 people being murdered by Islamist gunmen Charlie Hebdo was in chaos last night after its leading cartoonist revealed he was quitting the French magazine. Renald ‘Luz’ Luzier, 43, said he was unable to cope with the ‘grief, pain and anger’ which followed 12 people – including many of his colleagues – being murdered by Islamist gunmen in Paris in January. They were targeted for publishing blasphemous cartoons of the Prophet Mohammed. Luz famously drew the front cover picture of the survivors’ edition which followed the terrorist outrage, but has been wracked by demons ever since. Earlier this month he said he was giving up drawing the Prophet, and last night he told Liberation newspaper that he wanted ‘to remain the master of my life as much as possible, especially in the short term, and after what we lived through’. Alluding to the way in which Charlie Hebdo has been adopted by those with a ‘free speech’ agenda against Islam, Luz said: ‘We’re not heroes, we never were, we never wanted to be’.

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May 19, 2015   Posted in: Charlie Hebdo  Comments Closed

No, Pamela Geller is not Charlie Hebdo | USA TODAY College

Pamela Geller is interviewed at The Associated Press, Thursday, May 7, 2015 in New York. (AP Photo/Mark Lennihan) Last weeks attempted terrorist attack on a cartoon contest depicting Muhammadin Garland, Texas in which both gunmenwere killed has prompted comparisons with the Januaryattack on the Parisoffices of the French satirical magazineCharlie Hebdo, in which12 were murdered. Both have been cast by some asacts of aggression against progressive proponents of freedom of speech and expression. But the Texas contest was sponsored by the American Freedom Defense Initiative, categorized by the Anti-Defamation League as a hate group,whose co-founder Pamela Geller has a long history of making bigoted statements. Among other provocations, Geller, on her blog Atlas Shrugs, has insinuated that President Obama is a secret Muslim intent on destroying the U.S.; played apivotal role in instigating national opposition to a proposedIslamic cultural center near the 9/11 memorial in New York City which she called the 911 monster mosque;and has runcontroversial ads in the New Yorksubway calling for the defeat of the savage. There are some who feel Charlie Hebdo also attacked for its depictions of Muhammad is equally provocative for the sake of provocation. The attack in Garland comes on the heels of a controversy over the prestigious literary association PEN honoringCharlie Hebdo with itsFreedom of Expression Courage Award. Six prominent writers withdrew from PENs gala to protest the award, and more than 200 writers signed a letter criticizing the satirical magazine for its alleged anti-Arab and anti-Islam bigotry. This condemnation was not the first directed at the French cartoonists. Far-left British MP George Galloway announced Je ne suis pas Charlie, or, I am not Charlie, after the attacks, calling the magazine Islamophobic and racist. The director of the British edition of the Huffington Post derided the magazines satire as free speech fundamentalism. But no reasonable appraisal of the magazine can call it Islamophobic. There is no equivalence between the blasphemy of Charlie Hebdo, which was aimed at combating religious extremism, and Gellers demonization of an entire group of people. Charlie Hebdohasconsistently and aggressively targeted ideologies, not people, most notably the Islamophobia and racism of Frances far-right National Front party. Over the last decade, a majority of Hebdos covers were political in nature, while less than 10%of covers skewered religion. Most of these covers ridiculed Christianity. In 2012, Charlie Hebdo cartoonist Laurent Leger explained, We want to laugh at the extremists every extremist. They can be Muslim, Jewish, Catholic. Everyone can be religious, but extremist thoughts and acts we cannot accept. The false conflation of blasphemy and bigotry has unfortunately become all too common. EvenPresident Obamajumped on it in aUnited Nations addresswhen he said,The future must not belong to those who slander the prophet of Islam those who condemn that slander must also condemn the hate we see in the images of Jesus Christ that are desecrated or the Holocaust that is denied. This statement seems to putThe Book of Mormon musical in the same category as the denial of the genocide of Jews inNazi Germany.

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May 18, 2015   Posted in: Charlie Hebdo  Comments Closed

Deneuve shrugs off ‘Charlie Hebdo’ barb

Cover of the May 13, 2015, issue of ‘Charlie Hebdo’ magazine featuring a caricature of actress Catherine Deneuve.(Photo: Charlie Hebdo) CANNES, France World, take note. Catherine Deneuve showed how to take being the butt of satire from the infamous Charlie Hebdo at the Cannes Film Festival on Wednesday. It took equal measures of class and a sense of humor from the iconic French actress, who starred in 1967’s Belle de Jour. Speaking on the opening day of the festival for her latest film, Standing Tall, Deneuve, 71, was asked if she had thoughts about the latest issue of the satirical publication Charlie Hebdo. The May 13 issue has a grotesque caricature of Deneuve. The cover caption reads “Suspect package found on the Croisette.” USA TODAY Cannes: Where are all the big bashes? Then it follows with, “False alert, it’s Catherine Deneuve.” Deneuve said she had not seen the cover. But she responded to the concept anyway. “You can’t expect Charlie Hebdo to show something that would look like a fashion magazine,” said Deneuve. “I hope it’s funny at least. Even if it’s nasty.”

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May 16, 2015   Posted in: Charlie Hebdo  Comments Closed

AQAP leader who claimed Charlie Hebdo attack killed by U.S …

Last Updated May 7, 2015 12:27 PM EDT A senior leader of Al Qaeda in the Arabian Peninsula (AQAP) who declared the group was responsible for the Charlie Hebdo attack in Paris has been killed in a U.S. airstrike, CBS News correspondent David Martin confirms. In this image made from militant video posted on the Twitter account of Yemen’s al Qaeda branch on Wednesday, Jan. 14, 2015, Nasr al-Ansi, a top commander of al Qaeda in the Arabian Peninsula, speaks about last week’s deadly assault on a French satirical newspaper. AP Nasr al-Ansi, who had been serving as an ideological leader, was among several fighters killed in a CIA drone strike on April 21, Martin confirms. Washington considers AQAP to be the most powerful in the terrorist network. Al-Ansi’s death was announced by al Qaeda operative Khaled Batarfi in a video posted on the Internet. Batarfi did not say when or where in Yemen he was killed, adding only that al-Ansi’s eldest son, Mohammed, and several fighters were killed in the same airstrike. 21 Photos A terrorist attack on satirical newspaper, Charlie Hebdo, has left at least 12 dead Al-Ansi, believed to have been close to al Qaeda’s late leader Osama Bin Laden, has made several video appearances on behalf of the group’s Yemen branch. In January, he announced that the Yemen branch was responsible for the attack on the offices of the French satirical magazine that killed 12 people.

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May 9, 2015   Posted in: Charlie Hebdo  Comments Closed

After Charlie Hebdo, things aren’t exactly back to normal (The Infidel 2015-04-06) – Video




After Charlie Hebdo, things aren't exactly back to normal (The Infidel 2015-04-06) Welcome to The Infidel; News for the Damned. A news show for Atheists. Visit our web site at http://www.atheismtv.com Please consider helping this channel via Patreon: http://www.patreon.com/athei… By: Atheism TV

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April 13, 2015   Posted in: Charlie Hebdo  Comments Closed

Paris kosher grocery store updates Terror Attack on Charlie Hebdo Paris Headquarters – Video




Paris kosher grocery store updates Terror Attack on Charlie Hebdo Paris Headquarters By: Mularam Artsy

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April 13, 2015   Posted in: Charlie Hebdo  Comments Closed

Paris Attack New Footage New footage of terrorists’ escape after Charlie Hebdo attack in Paris – Video




Paris Attack New Footage New footage of terrorists' escape after Charlie Hebdo attack in Paris By: Mularam Artsy

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April 13, 2015   Posted in: Charlie Hebdo  Comments Closed


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